Musik
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Populario Festival 2003

30 Grad, viel Sonne und rare Schattenplätze zermürbten den gemeinen Festivalgast. So bot sich für Bands die im Zenit der Sonne spielten ein dürftiges Bild. Der Freitag der mit Virgina Jetzt und Delbo schon mit großatige Bands und einer fetten Abschlussparty aufwarten konnten, ließ für den Samstag gutes ahnen.

Kate Mosh, Herr Nillson, Killerkouche und Astra Kid hatten es sichtlich schwer im Publikum Feuer zu entfachen. Allein ein mit Löchern versehener Wasserschlauch und der Bierstand sorgten für Abkühlung unter den vielleicht gerade mal 600 Besuchern. Erst als Maximilian Hecker die Bühne betrat, scharten sich einige mehr vor der Bühne. Besonders bei den Frauen scheint Maxi ein Stein im Brett zu haben. Und so wurde schön zu seiner Musik geschmoft und einige Herzen schlugen wohl höher.

Nach einer knappen Stunde nahm man Abschied vom Herrn Hecker und seiner Band und freute sich auf eine großartige Band namens Tomte. Hamburger Schule und so, mit schön nachvollziehbaren Texten. Ihr neues, drittes Album wurde vorgestellt und während Tomte so spielte verabschiedete sich die Sonne vom Populario mit einen herrlichen Untergang. Als heimlicher Headliner und defintiv zur besseren Zeit als der Eigentliche, betraten Miles die Bühne.

Nach ihren kleine Höhen bzw. Ausflügen nach New York, Tokio (Platz 1 in den japanischen Radio-Charts, kreischende Fans und lebensgroße Pappfiguren) ging ihr Auftritt ganz bodenständig in Hoyerswerda (Wojerecy) über die Bühne. Gezockt wurde gut eine Stunde und das Publikum, mittlerweile vielleicht an die 1500, dankte es mit viel Ablaus und einer super Stimmung. Gelungenes Comeback der Band, die jetzt statt mit Major-Labels doch eher mit Freunden zusammen arbeitet. Hut Ab und alles gute weiterhin!

Nach einer ca. dreiviertelstündigen Umbaupause kamen Schwarz auf Weiss auf die Bühne. Skamusik mit was dahinter, könnte man die Musik beschreiben. So richtig wollte der Funke am heutigen Abend nicht mehr überspringen und so konnte man zur fortgeschrittener Stunde sich im andere wichtigen Dinge neben der Musik beschäftigen. Z.b. die Nahrungsaufnahme. Neben den üblichen Festivalnahrungsmitteln wie Bier und Wurst gab es auch Pommes und ein vegitarisches Gericht. Alles im allen sehr Bodenständig dieser Verpflegungspunkt.

Leider konnte man der Mainstage nicht wirklich entfliehen da die angelegte Chill-Out-Area nicht überzeugen konnte. Dort verteilten sich ca. 10 Gäste auf fünf Sofas und harten den Dingen die da kamen. Surrogat. Eigentlich genau das richtige am noch sehr jungen Sonntag.

Also den Bierbecher in den Nachthimmel gestreckt und mitgerockt. Leider waren schon einige in ihren Zelten verschwunden und so rockte nur noch der harte Kern des Popularios. Mach einer gut hingerotzten Zugabe verschwanden die 4 Berliner und machten Platz für den amtlichen Headliner des Festivals. Die Brainless Wankers. Als die Band dann so gegen zwei Uhr auf die Bühne kam und ihren Punkrocksound mit Blaselementen vortrug, kam nochmal gut Stimmung unter den verbliebenen Gästen. Die Band, die sich einen eigenen Tänzer, in Form eines Irokesenfrisurträgers, auf der Bühne leisten kann, verstand es zur späten bzw. früher Stunde den Nerv zu treffen. Wer dann immer noch nicht genug hatte, durfte sich wie am Vorabend in den heiligen Hallen der Kulturfabrik den Rest geben.

Unterm Strich ein nettes, ja fast familäres Festival. Man lief sich als Besucher immer mindestens zweimal über den Weg. Ein richtiges Profil kann man dem Populario nicht abgewinnen. Aber am ehesten kann man das ganze vielleicht in der Indierockfestival-Schublade verstauen. Man darf gespannt sein was das nächste Jahr Populariomässig mit sich bringt. Den Bands hat es gefallen, da alles prächtig Organisiert war. Dem Publikum sowieso. Danke Populario. Bis zum nächsten Mal.

maximilian hecker

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